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20 461

Donnerstag, 11. Juli 2013, 19:34

Mäggezz hörte Gyle zu und setzte sich auf den einfachen Holzstuhl welcher in der Mitte des Zimmers stand. Er klappte vorsichtig die Schulterstütze des G36 ein und hörte Gyle zu.
Also Secons Chance steht nun so wie es ist etwa zwei Jahre. Hier haben viele mit angepackt. Viele auch aus 522. Ich war auch darunter. War eine gute Beschäftigung. Raus gekommen, oder mich großartig mit Menschen untehralten habe ich mich aber in dieser Zeit nicht mehr. Ich weiß also nicht wer was über den Stützpunkt hier weiß.
Eine plötzliche Pause folgte. Mäggezz fiel es schwer weiter zureden. Es war schon lange her das er jemanden gegenüber saß und mit ihn ein Gespräch geführt hatte. Es tat zwar gut, aber er wusste kein Thema anzufangen. Er hatte also tatsächlich das normale Sprechen mit anderen Personen verlernt.


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Steven Gyle

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20 462

Dienstag, 16. Juli 2013, 05:06

Steven musste Schmunzeln
Das gleiche Arbeitstier wie immer.

2 Jahre steht nun dieser Schutz.

Er packte weiter aus, und hatte das Barett in der Hand, mit dem Wolf Emblem an der Seite, was er damals von John bekam.
es fand Platz auf dem Nachttisch neben seinem Bett.

Seid ich damals auf der Fluch war, als unser Bunker überrant wurde und jeder Kamerad, jeder Ziviliest und selbst die Kinder ohne gnade getötet wurden von diesem Mutanten Abschaum, dachte ich dass mein Ruhestand nun anfängt. Ich nicht mehr Känpfen muss für andere....nur noch mein Leben retten muss. Als ich allerdings hier die Menschen und Soldaten sah weiß ich nicht ob ich das noch kann. Wir sind alle Soldaten, und kämpften schon für weniger, ich denke man wird uns nie denn Willen brechen können und die Menschen hier brauchen den Schutz.

Er schraubte seine Feldflasche auf, nahm eine Tablette und schluckte sie mit einem Großen Schluck frischen Wasser runter und drehte sich dann zu Mägg um.

und solange wir noch Freunde und alte Kameraden haben, werden wir jeden Kampf gewinnen. Das sind wir allen schuldig die wir verloren haben

Gyle hatte sein alten Blick wieder in den Augen, wenn er etwas Ernst meinte. Auch wenn er seine Famlie verloren hatte, so hatte er sie doch bei sich gehabt. Sein Kampfmesser war von seinem Vater, und die Kette mit dem Silbernen Kreuz dranne die von seiner Schwester. Die Jahre hatte seine Spuren am Körper des Master Sergeant hinterlassen das sah man deutlich, doch die Narben egal ob auf seinem Körper oder seiner Seele machten ihn nur mehr dazu bereit bis zu seinem Tod oder Rente? zu kämpfen.

20 463

Mittwoch, 17. Juli 2013, 18:21

Hmm...Seit mehreren Jahren gab es keine Mutantenangriffe mehr. Ich weiß nicht wohin sie sind oder ob wir es tatsächlich geschafft haben sie zu dezimieren, aber ich denke das die Menschen sich hier gut selbst beschützen können. Guck sie doch an, sie leben ein normales Leben ohne ständige Angst davor zu haben, erschossen, verbrannt, überfallen, vergewaltigt oder erhängt zu werden. Es gibt Jobs, wie Farmer oder Schreiner. Regelmäßige Spieleabende oder Turniere. Das hätte man in unserer Zeit kaum für möglich gehalten. Ich bin nun 29 Jahre. Früher dieses Alter zu erreichen grenzte schon an ein Wunder. Heute bin ich mir sicher das jeder dieses Alter locker erreichen wird und sich in dieser Zeit noch nie großartig den Rücken krumm gemacht hat. Abgesehen von der Wüste rings herum lebt es sich fast wie in der Vorkriegszeit...

Mäg kniff die Lippen zusammen und schaute betroffen auf den Boden.

Ich weiß nicht ob das hier wirklich dein Leben ist. Ob du das wirklich willst. Denn es ist eine ziemlich krasse Umstellung. Das merkt man ständig. Bei mir hat es lange gedauert bis ich mich daran gewöhnt hatte. Und doch noch habe ich manchmal den Drang meine Sachen zu packen und einfach wieder auf Reisen zu gehen...


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20 464

Freitag, 19. Juli 2013, 13:19

Vielleicht hast du recht mein Freund, aber in moment wäre ich da draußen die wohl leichteste und einfach zubekommende Beute in der Ödnis. Ich bin jetzt 30... und ich kenne seid 14 Jahren nur die Armee und denn Krieg. Ich denke ich werde es nur vermissen Abends in den Mond zu schauen, bevor ich einschlafe...

Steven setzte sich auf das Bett und musste Grinsen.

Eventuell bekommen wir mal die Zeit zurück, dann bauen wir uns draußen ein Swimmingpool auf und machen da eine Party, extra mit Pina Colada und Zigarren

Wobei ich mir nicht nur um die Mutanten mir sorgen mache. Während meiner einsamen Reise da draußen, traff ich viele Hunter Lager. Sie fangen Menschen ein und Tauschen die an die Mutanten, dafür das sie nicht angegriffen werden und in Ruhe da Leben dürfen. Das eine Lager machte mir sogar ein Angebot das ich bei ihnen mitleben darf, hätte aber auch mithelfen müssen Menschen einzufangen, und das wollte ich nicht, kann ich auch nicht....
Er seufzte leise...
da habe ich mir gewünscht, das Du und Angel vorbei kommt, mit den anderen Soldaten aus dem Bunker 522 und wir die armen Seelen daraus Retten können. Ich weiß aber, das ich später mich aufmachen werde, wenn euer Kommandeur mir die Erlaubniss dafür gibt und ich versuchen werde die Menschen da raus zuholen. Ich glaube meine Rente wird so aussehen das ich in einem selbstgebauten Rollstuhl sitze und Alte Kriegsgeschichten erzählen werde weil mir ein Arm und ein Bein fehlen wird...



20 465

Samstag, 20. Juli 2013, 20:31

Mäg lachte und haute dabei mit der flachen Hand auf den Tisch.

Ein Swimming Pool kann ich ja wohl noch besorgen. Und Zigarren auch. Nur Pina Colada wird schwer.

Dann wurde er ernst

Das mit den Huntern habe ich auch schon gehört. Das ist ein unding. Da glaubst du du bist sicher mit deiner Familie, baust dir ein Leben auf und dann kommen die und rauben dir alles. Denen gehört mal richtig der Arsch versohlt!

Er wartete kurz und fuhr dann fort:

Ich denke ich nehme das mal in die Hand mit dem Pool!

Mäg stand auf, ging zur Tür, drehte sich dann nochmal um und sagte:

Wenn du wieder Abenteuer erleben willst. Vergess mich nicht!

Dabei grinste er verschmitzt und schloss die Tür hinter sich.


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20 466

Freitag, 26. Juli 2013, 23:08

Steven schaute dumm aus der Wäsche als Mägg sagte das er den Pool in Angriff nehmen wird. Die Worte von Mägg brachten aber auch Steven zum nachdenken... wieso gab es diese Hunter da draußen eigentlich, sie verkaufen ihre eigene Rasse, anstatt das sie mithelfen gegen die Mutanten zu kämpfen...

Er legte seinen Arm hinter seinen Kopf und starrte die Decke an.
Keine Angst mein Freund, bei meinem nächsten Ausseneinsatz werde ich dich freillig nicht vergessen!

Auch wenn Mägg längst aus seinem Zimmer war, wusste er das diese Worte wahr waren. Langsam fielen seine Augenlider zu und Steven holte den Schlaf nach den er da draußen nicht hatte, was sein Körper dankend annahm. Es konnte auch nicht anders sein, selbst in diesem Sicheren Bunker plagten ihn Alpträume von da draußen das er sich hin und her warf während des schlafens... er war schon lange nicht mehr der Alte Master Sergeant gewesen, die Wildniss da draußen hatte auch ihn verändert er hoffte dass die Zeit die Wunden und Ängste aus ihm treiben.

20 467

Sonntag, 28. Juli 2013, 11:59

Es war nicht schwer einen Pool zu bauen, schwerer war es dagegen an die Materialien dafür zu kommen.
Mäg wollte einen richtigen Pool aus Holz und so. Aber Holz war selten und wurde penibel gelistet. Doch nach reichlichen Versprechungen gegenüber den Materialwart, dass dieser beispielsweise auch mal in den Pool steigen konnte gab er doch das benötigte Holz raus.
Nun musste Mäg drei Monate am Stück für den Wart putzen. Ein, für Mäg, guter Handel.
Sofort machte er sich, unglaubwürdig beobachtet von den Wachen, an den Bau. Recht schnell war die Wand und der Boden gezogen.
Nach etwa drei Stunden Arbeit betrachtete Er sein Werk. Ja er war stolz! Das Wasser welches gerade hineinlief, lief nicht wieder heraus und der Pool hatte eine angenehme Größe für gut vier Personen. Mäg zählte an seinen Fingern ab

Also ich, Gyle und für beide ne hübsche Weibliche Bekanntschaft...

Während das Wasser rein lief machte er sich wieder auf den Weg zu Gyle.

Na der wird Augen machen dachte er sich und lächelte dabei.
Genug gepennt sollte er ja mitlerweile haben

Er klopfte kurz an Gyles Tür und stemmte diese danach auf

Los Schlafmütze! Zieh dir deine Badehose an und ab gehts!


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Steven Gyle

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20 468

Donnerstag, 1. August 2013, 19:20

Steven schreckte hoch als Mägg die Tür auf machte und schrie das er aufstehen soll. Schlaftrunken schaute er ihn an
Was ist passiert, gibt es eine Mission?

Augenreibend schaute er Mägg an, er jedoch schüttelte den Kopf.

Zieh dir deine Badehose an und ab gehts!
Wiederholte Mägg, doch Steven verstand noch gar nix. Er stand auf, und zog sich eine Badehose an wie Mägg es ihm sagte. Gyle steckte auch die Tabletten mit ein und folgte Mägg

20 469

Dienstag, 6. August 2013, 17:40

Nein nein, noch keine Mission. Aber etwas besseres! sagte Mäg während Er schon fast über den Flur in Richtung Ausgang rannte.
Oben angekommen sah man in einiger Entfernung eine wackelig aussehende Holzkonstruktion. Mäg rannte zu dieser und kletterte die etwa 2 Meter Höhe hinauf. Oben angekommen drehte Er sich unbeholfen auf der Seitenwand um, streckte die Arme wie ein Sieger nach oben und rief Gyle zu:
Etwas VIEL besseres! Während du deinen Schlaf der Toten abgehalten hast war ich fleißig. Und so wie es aussieht ist das Becken jetzt auch gut voll!
Er war viel zu hippelig um eine Antwort desdes Master Sargeants abzuwarten und sprang in das Becken.


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Steven Gyle

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20 470

Dienstag, 5. November 2013, 09:37

Steven musste den Kopfschüttel aber dennoch war ein leichtes Grinsen auf seinen Lippen gewesen.
Immer noch der Alte Mägg. Dir wird auch noch mal was passieren bei deiner Hippeligen Art der Vorfreude

sagte er Lachend, aber er machte es Mägg nach, auch wenn dass keine clevere idee war mit seinem Arm. Allerdings war das für ihn gerade nicht wichtig, so stieg er auch die, wenn auch etwas wackelige Treppen hinauf, drehte sich mit dem Rücken zu Mägg und ließ sich wie ein Stein nach hinten fallen. Als er das Kühle Nass spürte auf seiner Haut, fing sein Körper an wieder aufzublühen.

OT: Sry Großer hatte die letzten Monate Probleme mit dem Internet und war auch Arbeitstechnisch viel verhindert D:

20 471

Donnerstag, 14. November 2013, 20:02

Weißt du was? frage der Stabsgefreite, Gyle als dieser sich in den Pool zu ihm gesellt hatte. Er hob seine dünnen Arme auf den Rand des Pools.
Ich will wieder raus. Abenteuer...Weißt du? Das was wir früher gemacht haben! Das vermisse ich am meisten...
Er ließ den Satz lange ausklingen und schaute dabei Gyle eindringlich an.
Gut...Es war eine harte Zeit, keine Frage. Aber es war besser als hier zu vergammeln. Ich habe auch keine Lust auf das Soldaten sein. Einfach sich ein Fahrzeug schnappen und wieder auf Reisen sein...Das wünsche ich mir...
Er legte den Nacken auf den Rand des Pools und schaute in den Wolkenlosen Himmel.


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Al Iksir

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20 472

Montag, 9. Dezember 2013, 23:16

Bewegung im Ödland

Aus Sicht des Bunkers ist es nur eine kleine Staubwolke. Würde ein unerfahrener Soldat Wache schieben, würde er sie wohl zweifellos einer der häufig auftretenden Windanomalien zuschreiben. Dem erfahrenen Auge entgeht jedoch nicht, dass diese kleine Wolke sich intelligent zu bewegen scheint: des öfteren ändert sie die Richtung, hält manchmal sogar kurz inne und lichtet sich ein wenig, ehe sie wieder neuen Giftdreck vom Boden aufnimmt und wieder an Fahrt gewinnt. Unaufhörlich windet sich das Wölkchen näher an den Bunker 522 heran, als sei er das Ziel seiner regen Aktivität...

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20 473

Dienstag, 10. Dezember 2013, 14:59

(Anm.: Hallo zusammen, falls sich noch jemand hier vorfindet, würde ich gerne etwas mitmischen. Meine letzten Infos sind jedoch ein paar Jahre alt :whistling: , so habe ich eben erst gelesen, dass der alte Bunker scheinbar gar nicht mehr bewohnt ist. Naja, ist für den Einstieg vielleicht sogar besser. Wir werden uns schon irgendwann irgendwie begegnen 8) )


Endlich bleibt der Verursacher der Wolke auf einer leichten Anhöhe stehen, der Staubschleier breitet sich langsam aus und wird dadurch immer lichter. Als er schließlich von einer leichten Brise weggetragen wird, schlüpft ein kleines mehrachsiges Geländefahrzeug aus seiner unbeabsichtigten Tarnung hervor. Das Gefährt mit einem Überrollbügel aus Metallrohren ist scheinbar willkürlich mit Gittern, Platten und Planen gegen Beschuss und Witterung geschützt und wie ein Kamel mit allerlei Ausrüstungsgegenständen, Tanks und Kisten beladen. Schmutz und Verschleiß zeigen, dass es bereits eine längere Expedition hinter sich haben muss.

Jetzt regt sich Leben in dem Vehikel: passend zum Beduinen-Charakter des Lasttiers selbst, reckt sich nun ein mit einem großzügigen Turban umwickelter Kopf von dem spartanischen Fahrersitz durch die Seitenöffnung. Wie die Augen einer Libelle auf der Suche nach Beute tasten die verdunkelten Scheiben der Gasmaske den Horizont ab. Ob der Anblick zufrieden stellt oder nicht bleibt unklar, der Kopf verschwindet wieder im Fahrzeug und kurz darauf steigt ein ganzer menschlicher Körper aus derselben Öffnung hervor, kramt eine Tasche und ein Fernglas aus dem Auto, legt erstere auf die Motorhaube und studiert mit letzterem nocheinmal die Umgebung.

Hier könnte es sein

Sagt die Gasmaske zu sich selbst, wischt nachlässig die Motorhaube sauber und öffnet dann die Tasche auf dem "Schreibtisch". Ein Geiger-Zähler aus dem Fahrzeuginneren knackt fleißig, gibt aber keinen Anlass zu besonderer Besorgnis. Aus der Tasche kommen verschiedene Karten und Bilder hervor, dazu teils handgeschriebene Zettel und Skizzen, teils gedruckte und handschriftlich ergänzte Listen. Aus dem Stapel wühlt Der Kameltreiber erst eine große alte Übersichtskarte hervor, auf der mehrere Punkte markiert und nummeriert sind. Er vergleicht die Zahlen auf der Karte nacheinander mit den Positionen auf einer der Listen, versucht mit einem Stift einige Ergänzungen zu machen, scheitert jedoch kläglich an dem schmutzigen alten Papier. Auch der Versuch, ein paar der verwischten Zeilen auf seiner Liste zu entziffern, gestaltet sich schwierig.

Sch*** Papier, wenn ich einen Scanner hätte wärt ihr längst auf dem Tab

flucht der Reisende über die analogen Zellulose-Datenträger, greift endlich durchs Fenster zum Armaturenbrett und holt ein kleines verkabeltes Display hervor. Zumindest die Liste finet sich darin digitalisiert wieder und er triumphiert

Na also: Position 23, Bunker 522, Resistance

Nun sind die Bilder mit der Nr. 23 dran, aus der Tasche fischt er eine alte Luftaufnahme in schwarzweiß hervor, Jahrgang 1944 und entsprechend zersetzt, aber man kann die Umrisse einer Bunkeranlage auf dem Bild erkennen. Das Tablet zaubert ein Satellitenbild derselben Anlage aus der ersten Hälfte des 21. Jahrhunderts hervor. Mit einigen Handgriffen beginnt der Suchende die Berechnung des Terrains in 3D.

Wir sind da, Smiley!

Lacht die Gasmaske mit dem Turban fröhlich ins Wageninnere, von dort kommt jedoch keine Antwort.

20 474

Donnerstag, 12. Dezember 2013, 19:00

OT: Hey...richtig gut geschrieben. Wäre schön wenn´s hier mal weiter gehen würde. Ich muss mir noch eine neue Geschichte für meinen Charakter ausdenken, da Gyle leider gar nicht mehr schreibt... ;(


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Al Iksir

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20 475

Sonntag, 15. Dezember 2013, 01:28

OT: Hey :)
Mir ist schon aufgefallen, dass es inzwischen etwas ruhiger hier geworden ist...kommt mir aber ganz gelegen, weil ich nicht jeden Tag 5 Seiten lesen kann, um auf dem Laufenden zu bleiben. Und der Sarge kommt schon zurück, wenn hier erst mal Action ist 8)
Die Background-story zu meinem Char wird am Anfang recht verworren erscheinen und sich Stück für Stück entwickeln, aber hat auch ordentlich Platz für Abenteuer mit drin :D
OT2: hast du ein paar Details zu Second Chance? Ist das eine unterrirdische Siedlung oder eher eine Stadt? Was gibt es da alles: Forschungseinrichtung? Biotop? Militär? Wie ist es organisiert. Jedes kleine Detail hilft mir, eine vage Vorstellung von dem Ort zu bekommen. Ist der 522er Bunker jetzt leer oder von Mutanten bewohnt? Gibt es das legendäre "Perfect" eigentlich noch oder ist das auch platt?



Die Papiere wandern wieder zurück in die Tasche. Und diese fliegt nun durchs Fenster auf den Beifahrersitz, einem Skellett in den Schoß, das dort angeschnallt ist.

Halt mal fest.


ist der trockene Kommentar der Gasmaske dazu. Er steigt durch das kleine seitliche Loch auf dem Fahrersitz, koppelt das Tablet mit seinem Headset und diktiert dann:

Projekt Eden22. Expedition Zero, Tag 657, Timotheus Pietersen, letzter Expeditionsteilnehmer.
Planquadrat Hexa 573 planmäßig erreicht, Umgebung erkundet, Spot 23 lokalisiert, beginne mit näherer Erkundung.
...
Sollte Erkundung positive Erkenntnisse oder gar Kontaktaufnahme bringen, kann Eden22 in Phase 2 übergehen. Heute könnte ein großer Tag für die Menschheit werden.


Er schließt das Memo ab, versendet es in einer Nachricht und murmelt dann leise:

Das hättest du nicht gedacht, Smiley, was? Wir schaffen das, wir können das wirklich schaffen...

Unterbrochen wird sein Gespräch durch einen Signalton und einen unscharfen roten Punkt auf dem Display des Geländefahrzeugs. Der Fahrer scheint nervös zu werden.

Ahhh, nein, wer ist das...eine Patrouille?

Der rote Punkt bewegt sich unaufhörlich auf die Mitte des Displays zu, die wohl den Standort des Fahrzeugs darstellen soll.

Mist...das ist keine Patrouille, das kommt direkt hier her.

Unser Mann wird hektisch, er klappt hastig geschlitzte Bleche vor seine Gitterscheiben, startet den Antrieb und tritt das Gaspedal durch. Mit beachtlicher Beschleunigung flitzt das Gefährt nun los und eilt behende durch das unwegsame Gelände voran. Unterdessen nähert sich der diffuse Fleck unaufhörlich seiner Position - Timotheus ärgert sich schon, dass er Zeit damit verschwendet hat, die Panzerung vor die Scheiben zu klappen - scheint zunächst weiter zu verschwimmen, trennt sich dann aber in mehrere kleine, deutlich erkannbare Punke auf...4, nein 5 Stück. Sollten sie es schaffen aufzuschließen, wären die Panzerplatten ohnehin sinnlos.

Ich kann es noch schaffen...

spornt er sich noch einmal an

...ich muss es schaffen!

Sein Blick fällt auf den kleinen roten Knopf, der stets in Reichweite auf seinen Einsatz wartet und dennoch für einen Notfall konstruiert worden war, von dem jeder gehofft hatte dass er nie eintreten würde. Wenn Pietersens Mutmaßungen zuträfen, wäre er wirklich der letzte Verbliebene des Teams. Ausgerechnet er, dessen Teilnahme an der ganzen Expedition nur mit viel Wohlwollen geduldet worden war, trägt nun die ganze Last der Verantwortung. Soll er den Knopf drücken und ein unkalkulierbares Risiko eingehen? Was, wenn er genau die Falschen auf sich aufmerksam macht? Obwohl: sind die Falschen nicht schon längst hinter ihm?

Al Iksir

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20 476

Montag, 16. Dezember 2013, 18:31

*klick*

Durch ein rotes Leuchten tut der verbotene Knopf kund, dass er mit seiner Arbeit begonnen hat. Der kleine Computer sendet nun ununterbrochen in den Äther, nutzt dabei die alten Satelliten von vor dem Krieg, und kennt dabei nur einen Empfänger: alle. Die Botschaft ist dabei so einfach wie dringlich: "Verbündeter in Not! Höchste Priorität!" nebst Koordinaten. Zwar dürften nur Technotics und organisierte Gruppierungen der freien Menschen die nötige Technik haben um die verschlüsselte Botschaft zu entziffern, doch auch diesen kann man nicht ohne weiteres vertrauen. Die Nutzung des Notrufsystems ist daher schon wegen seiner Funktionsweise nur bei äußerster Gefahr erlaubt - nicht für Leib und Leben, sondern für die Mission. Doch unter den gegebenen Umständen setzt Tim sein Leben mit der Mission gleich. Und der rote Knopf ist das letzte Register, das Tim ziehen kann. Wenn darauf niemand reagiert, ist er allein. Ganz allein.

Nein, nicht ganz allein: er hat ja noch seine fünf Verfolger, die zwar noch außer Sichtweite sind und in dem schwierigen Gelände nicht weiter aufschließen können, aber auch nicht locker lassen...jede Richtungsänderung machen sie mit, als wüssten sie schon wohin die Reise geht. Tatsächlich ist Tims Plan auch so durchschaubar wie spontan: irgendwie zum Bunker gelangen und sich dort verstecken - hier im offenen Land wäre der Versuch sinnlos. Mit ganz viel Glück würden sogar Menschen dort leben und ihm helfen.

Doch wasserdicht ist der Plan nicht: in dem Moment, wo er die ersten Umrisse der getarnten Anlage wahrnimmt, wird er wiederum durch sein Radar gestört: nun schnellen auch von vorne zehn oder mehr Objekte auf ihn zu.

...

Tim findet keine Worte für die Situation. Auch sein Beifahrer schweigt. Das Piepen des Radars, das schwerfällige Atemgeräusch der Gasmaske, Schweiß, Angst und Adrenalin füllen die Kabine des dreiachsigen Flitzers, als Tim seine Handschuhe ins Lenkrad gräbt und daran reißt. Das unmögliche Manöver lässt die rechte Fahrzeugseite die Bodenhaftung verlieren, beinahe wäre er umgekippt, doch alles geht gut und er findet wieder Halt - der Sand den er dabei aufwirbelt und der Lärm den die ganze Aktion macht, dürften den Verfolgern inzwischen genügen, um seine Position auszumachen. Doch er ist immerhin nun wieder im Rennen.

Noch ehe sich Tim darüber freuen kann, durchfährt ein heftiger Schmerz seine Schläfe. Das plötzliche mahlende Stechen lässt ihn alles um sich herum vergessen: Tim kneift die Augen zusammen, lässt das Lenkrad los und hält sich den Kopf der scheinbar gerade zerspringen will. Das Auto macht derweil was es will und das Skellett sitzt nur teilnahmslos auf dem Beifahrersitz ohne auch nur einen Versuch zu unternehmen, das Steuer unter Kontrolle zu bringen. Nach kurzem Geradeauslauf setzt das Gefährt mit einem Ruck über eine Bodenwelle hinweg, reißt bei der Landung nach links und reckt erneut drei Räder in die Luft...dieses Mal jedoch fährt es dabei so unglücklich durch eine Senke, dass es kippt und sich überschlägt. Mit einem großen Knall schlägt das Stahrohrdach auf dem sandigen Boden auf, verbiegt sich, hält aber stand. Tim bleibt benommen und kopfüber im Wrack hängen ohne zu sehen, dass die ersten fünf Punkte auf dem Radar die Verfolgung abgebrochen haben und das Weite suchen, während die zweite Gruppe sich langsam seiner Position nähert. Ganz dumpf und weit entfernt hört er Leute schreien und rufen, ohne etwas zu verstehen.

Noch weiter entfernt arbeitet zur selben Zeit der Empfänger von Second Chance: mit ungebrochener Emsigkeit gibt er wiederholt den Notruf aus der Umgebung des Bunkers 522 in codierten Zeichenreihen wider:

...alfa alfa zulu alfa zulu zulu alfa alfa alfa kilo zulu sierra delta alfa...

...alfa alfa zulu alfa zulu zulu alfa alfa alfa kilo zulu sierra echo alfa...

...alfa alfa zulu alfa zulu zulu alfa alfa alfa kilo zulu sierra echo alfa...

20 477

Dienstag, 17. Dezember 2013, 12:17

OT: Leider habe ich zwischenzeitlich auch eine Pause gehabt. Alles weiß ich somit nicht, ich versuche aber dir so viel wie möglich zu vermitteln:
Der Bunker 522 wurde schon vor langer Zeit überannt und wohl später zerstört. Ob sich in den Jahren wieder jemand, egal ob Mensch oder Mutant, angesieldelt haben, weiß ich nicht. Die Geschichte bleibt also soweit uns überlassen.
Second Chance ist eine Forschungsstation einer der Alienrassen hier von den Browsergame und war der erste öffentliche Zusammenschluss von Menschen und Aliens/Mutanten. Das klappt soweit ganz gut. Die Jahre hat man in Frieden gelebt (Was wohl auch daran liegt das niemand mehr geschrieben hat)
Gyle und ich haben uns also still darauf geeinigt, dass mehrere Jahre vergangen sind. Ein paar Mann mit Waffen stehen bereit. Allerdings sind diese eher nebenberuflich Gesetzeshüter. Der Beruf des Soldaten gibt es hier nicht und wird auch nicht wirklich ernst genommen. Das liegt wohl vorallem daran, dass es seit beginn von Second Chance keine Kampfhandlungen mehr gab. Der Mangel an Munition und die schlechten Waffen würde ein größeres Gefecht sowieso zum Desaster vekommen lassen. Oder sagen wir es so: Es gab hier wohl mal eine Spezialeinheit für diverse Aufträge, allerdings haben diese, vor einiger Zeit und geschlossen, Second Chance verlassen, als es nicht mehr zu tun gab und man hinter ihren Rücken über ihre Methoden lästerte. (Habe gerade mal die vorherigen Posts durchgelesen...)
Jedoch gibt es noch einige Veteranen, wie z.B. mein Charakter. Gyle wäre auch einer der Männer die den Widerstand noch gedient haben.
Über die Biotope brauchst du mich nicht auszufragen, da habe ich keine Ahnung von und würde den Rahmen sprengen.
Wenn du jedoch sagst das du jeden Tag etwa fünf Seiten liest, wirst du bald auf Doc Darko stoßen. In einen Post hat er es perfekt erklärt. Ich zeige ihn dir mal:

Darko stand mitten in der Grünanlagen des Bunkers, die er auf Ebukrats Geheiß innerhalb von 2 Tagen in eine Art Garten Eden verwandelt hat.
Die automatischen Bepflanzungsanlagen wurden gewartet, die Bewässerungsmaschinerie verbesser und neue biogene Samen gepflanzt, die
unglaublich schnell wachsen. Mais, Gerste, Hopfen, Weizen, Roggen, Hirse und Dinkel gedeihen prächtig. Zudem hat Darko Blumensätzlinge
gepflanzt. Orchideen, Stiefmütterchen, Petunien, Hortensien und Rosen. Diese Zierpflanzen liegen dem Gaianer besonders am Herzen und
verbringt täglich mehrere Stunden im Grünen Habitat, um diese zu hegen und zu pflegen.
"Es wird Zeit, meine kleinen Lieblinge. Ich muss sehen, wie es den anderen geht. Aber keine Sorge. Ich komme bald zurück. Und dann wird
schön gegossen." *lächelt, zieht seinen Poncho über, gurtet sein Schwert und rückt das Stirnband zurecht* "Auf geht's..."

So, nur wohl noch technologisch fortgeschrittener, kann man sich das wohl vorstellen. Wie du siehst, ist Second Chance also eine Forschungseinrichtung als alles andere. Die Menschen leben gut und man muss sich nicht um sein Leben sorgen.

Eine Frage noch: Bist du jetzt in der Nähe von 522 oder Second Chance? Irgendwie habe ich das aus deinen Beiträgen nicht wirklich verstanden...
Aber wie gesagt: Richtig guter Schreibstil ;)


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Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von »MäggeZz« (17. Dezember 2013, 13:06)


Al Iksir

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20 478

Dienstag, 17. Dezember 2013, 16:28

OT: Danke für die Zusammenfassung, die war sehr wertvoll. Momentan befindet sich mein Char direkt beim Resistance 522 Bunker, den er durch alte Karten und Luftaufnahmen gefunden hat. Second Chance kann er noch nicht kennen, da es ja noch neu ist und "Tim" von weit weg kommt. Nach seiner Rettung wird ihn also jemand dahin bringen müssen. Da freue ich mich jetzt schon drauf, Tim wird sich dort sehr wohl fühlen, soweit ihm das angesichts der Umständet möglich ist 8)
Das mit nicht um sein Leben sorgen wird allerdings noch etwas dauern ... :whistling:

Al Iksir

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20 479

Dienstag, 17. Dezember 2013, 20:27

Schwärze. Nur eine warme männliche Stimme hört Timotheus Pietersen, die ruhig und salbungsvoll zu ihm spricht:

Wach auf, mein Kind. Wach auf aus deinem Irrtum und höre die Prophezeiungen, die ich dir kundtun werde. Sei dir gewiss, dass eine größere Ehre nur wenigen zuteil geworden ist. So merke denn auf: drei Zyklen. Drei Zyklen und sieben und die Menschheit wird erneut aufleben. Doch nicht im alten Fleisch. Es ist der neue Mensch, dem die Welt gehören wird, eine Rasse rein von Blut und Gedanken. Merke auf die Worte des Adepten...Timpy...Timpy...Timpy...

...

Timpy, wach auf!

Brüllt ihm eine ganz andere Stimme ins Ohr. Tim reißt die Augen auf und hat mit einemmal wieder alle Sinne beisammen. Durch die Gasmaske blickt er in das Gesicht eines jungen Marauders, gepiercet, tätowiert und mit ungepflegtem Haar.

Hey Mann, da bist du ja. Hast du dir was getan? Ist alles in Ordnung mit dir?

Langsam kommt die Erinnerung wieder und mit ihr ein dumpfer Schmerz in Kopf und Gliedmaßen. Tim ist schwach, doch gelingt es ihm sich unter Schmerzen zu bewegen. Scheinbar ist noch alles dran und funktionsfähig. Leicht dreht er den Kopf und blickt auf das Wrack des Geländewagens, das wie ein Maikäfer auf dem Rücken im Dreck liegt, nahezu sämtliche Ausrüstung und die Kisten von der Ladefläche liegen verstreut in der Umgebung, vieles scheint beschädigt oder gar nicht mehr zu gebrauchen. Drumherum haben sich mehrere bis an die Zähne bewaffnete Männer und Frauen
postiert, die abwechselnd ihn und die Umgebung argwöhnisch mustern. Sie scheinen Marauder zu sein, wie der junge Mann, der ihn wohl aus seinem Auto gezerrt hat. Tims Genick knackt leicht, als er den Kopf wieder nach oben dreht und seinen Retter anblickt. Nun erkennt er auch das Gesicht wieder.

Mark? Was machst du hier...wie habt ihr mich? Ich dachte du...

Timotheus versucht sich aufzurichten, schafft es aber nicht allein. Der Angesprochene, offensichtlich Mark, und ein weiterer Marauder - ein großer breitschultriger Glatzkopf in Lederkluft, der über die Schulter einen Patronengurt und über dem linken Auge eine Augenklappe trägt - helfen ihm auf die Beine. Dann nickt Meister Proper in Richtung eines
Grüppchens von drei Leuten, die noch auf ihren Quads sitzen und bellt knapp:

Umgebung absichern!

Zwei der anderen befiehlt er:

Hier bleiben! Die anderen fangen an zu bergen!

Mark lächelt unterdessen aufmunternd.

Oh
Mann, Alter, kein Kratzer, da hast du aber Schwein gehabt. Sogar doppelt Schwein: wir waren hierhin unterwegs um dich zu suchen und da haben wir deinen Notruf aufgefangen. Komm mit, wir raffen zusammen was den Crash überlebt hat und dann bringen wir dich zu den anderen. Die werden froh sein, dass du noch lebst. Hast du inzwischen was Brauchbares rausgefunden?


Tim hat noch immer Mühe, sich zu orientieren. Mühsam verarbeitet er die gesprochen Worte und blickt den gegenüber fragend an:

Die anderen? Sie sind noch am Leben? Ich dachte ich wäre der Letzte...und du: warum hast du uns damals im Stich gelassen und bist einfach verschwunden? Wir waren angewiesen auf deine Fähigkeiten als Scout. Wegen dir wäre beinahe alles schief gegangen! Wegen dir ist Omar tot!

Er klingt zunehmend ärgerlich, während er in seinen Erinnerungen kramt: das plötzliche Abtauchen des Scouts vor einem halben Jahr, die Rat- und Orientierungslosigkeit der Expedition die darauf folgte und schließlich der schwerwiegende Entschluss, sich zu trennen, um in Zweiergrüppchen nach den Zielorten zu suchen und so die Chancen auf einen Erfolg zu erhöhen. Wären sie noch zu siebt gewesen, hätten sie sich besser gegenseitig schützen können und der mutierte Wolf hätte seinen engen Freund und Begleiter nicht anfallen und verwunden können. Tapfer hatte der Biologe mehrere Tage lang gerungen, doch schließlich hatte ihn die Entzündung durch den verseuchten Geifer des Tieres unter die Erde gebracht. Und das sehr qualvoll. So schreit Timotheus den letzten Satz. Einer der Marauder, die sich in der Nähe aufgebaut haben, scheint nervösnzu werden und nimmt unruhig die Kalaschnikov in beide Hände, die er zuvor lässig mit einer Hand über die Schulter nach hinten gelegt hatte. Ein kurzer strenger Blick vom glatzköpfigen Anführer und er lässt die Waffe baumeln, dabei bemüht zu lächeln. Während Mark noch erschrocken über die Anschuldigung nach Luft ringt, setzt Tim etwas ruhiger aber noch immer aggressiv hinzu:

Und wer sind die da?


Mark fängt sich wieder, er beugt sich etwas zu Tim hinüber und spricht leise und beschwichtigend:

Maaann, beruhig dich, alter. Du stehst noch voll unter Schock. Hey, das sind Freunde. Freunde von mir, quasi meine Familie und ohne sie wärst du jetzt echt am Ar*** Ich weiß nicht wer das da vorhin war und was die vorhatten, aber eins ist sicher: ohne uns wärst du jetzt mausetot. Also vertrau den Jungs und Mädels, klar? Was uns beide angeht: ey, es tut mir echt leid. Mann, das ist nicht mein Krieg hier, ich brauche meine Freiheit und die habe ich mir mal zwischendurch genommen. Verdammt, wenn ich Omar zurückholen könnte, ich würde beide Hände dafür geben. Sorry
Alter. Aber jetzt müssen wir nach vorne schauen und dich und die Daten sicher nach Hause bringen. Es gibt im Labor wohl viel zu tun. Du hast doch alles ordentlich aufgezeichnet?


Tim beruhigt sich tatsächlich ein wenig. Natürlich hatte der Marauder nicht die Schuld an Omars Tod, doch in diesem Moment wollten sich all die angestaute Angst und Enttäuschung einfach entladen.

Klar hab ich das. Komm mit.

Tim geht noch immer etwas wackelig auf den Beinen in Richtung des Wracks, beugt sich hinein und zieht das Tablet heraus, dessen Display durch den Crash einen Riss hat, doch noch funktioniert.

Hier ist alles drauf.

Tim dreht sich um und legt es in Marks ehrfürchtig vorgereckte Hände. Der Glatzkopf und seine beiden Wachhunde sind ihnen neugierig gefolgt und der Anführer schaltet sich nun mit sorgenvoll verzogenen Augenbrauen wieder in das Gespräch ein.

Wie, nur ein Datenträger? Keine Sicherungskopie? Das ist mehr als fahrlässig...

Er klingt streng und vorwurfsvoll, als wisse er, wie schwerwiegend ein Verlust der sensiblen Informationen wäre. Tims Kopf brummt noch immer ein wenig von dem Aufprall und auch ansonsten baut sich sein Denkvermögen nur langsam wieder auf. Unter anderen Umständen hätte er wohl anders geantwortet, doch jetzt sagt er über einen ganz unterschwelligen Zweifel hinweg mit bedeutungsvollem Tonfall:

Natürlich habe ich eine Kopie...da drin!

Er tippt sich an die Schläfe und zwinkert, obwohl er weiß, dass die anderen beiden das nicht sehen können. Und in diesem Moment denkt er sich: was bist du doch für ein Idiot!

Hehe, nur da drauf und in deinem Kopf?

Fragt der Anführer der Marauder ungläubig und belustigt nach und wechselt dabei den Blick zwischen Tim und Mark. Letzterer grinst auch und schüttelt den Kopf.

Das ist ziemlich dämlich.

Stellt der Glatzkopf mit der Augenklappe fest, zieht eine Pistole aus seinem Gürtel und feuert Tim eine Kugel durch die Gasmaske direkt in den Kopf. Der fällt um wie ein Sack Zement und bleibt leblos im Staub liegen. Während sich der Turban um das Einschussloch langsam rot färbt, plündern die Marauder hastig den Geländewagen. Mark kniet eine kurze Weile mit geschlossenen Augen über dem Körper und beißt sich dabei in die geschlossene Faust. Dann schüttelt er sich, steht auf und besteigt sein Quad um mit den anderen den Schauplatz zu verlassen.

Das Radar des havarierten Fahrzeuges zeigt kurz danach, wie sich das kleine Grüppchen von Quads auf seinem Weg nach Osten mit einer zweiten Fahrzeuggruppe vereinigt, bestehend aus fünf roten blinkenden Punken.

[OT: Hoppla, etwas viel geworden :S :pinch: :rolleyes: ]

20 480

Mittwoch, 18. Dezember 2013, 16:42

OT: Am liebsten würde ich deine Geschichten den ganzen Tag lesen...aber schluss mit der Schleimerei, ich möchte mich auch wieder langsam aber sicher einklinken.

Steve Gyle hatte hatte abweisend reagiert als der Stabsgefreite ihn sein Wunsch nach mehr Abenteuer geäußert hatte. Aber was hätte natürlich auch nichts anderes erwarten sollen.Während Mäg die letzen Jahre auf der faulen Haut gelegen hatte und nur hier und da mal einen kleinen Job ausführte, war Gyle immerhin in der Wüste unterwegs und hat wohl dort die größte Scheiße erlebt.
Er war während der Jahre vom Pech verfolgt gewesen, so hatte es den Anschein gehabt.
Nach der Äußerung des Wunsches konnte Mäg nicht mehr mit ihn reden. Gyle wurde ruhig, schien völlig woanders zu sein und ging dann, ohne jegliche Abmeldung aus den kleinen, selbstgebastelten Pool und ließ den verdutzten Stabsgefreiten alleine.

Einige Tage vergingen. Mäg hatte Gyle während diesen Tagen nicht mehr gesehen, geschweige denn von ihm gehört. Er musste zugeben das er von der Reaktion Gyles traurig war. Jedoch fragte er sich immer wieder wie dumm er gewesen war. Hätte er Gyle nicht wenigstens noch ein paar Tage Ruhe geben können? Wenigstens so lange, dass er wieder runter kommen konnte, sich entspannen, duschen und ordentlich etwas Essen konnte. Er musste ihn ja auch direkt mit dieser Frage überrumpeln.
Eigendlich hatte Mäg diese Idee mit den rausfahren wieder vergessen. Er wollte auch gar nicht mehr die alten Zeiten aufleben lassen, zumindest redete er sich das immer wieder ein um die Enttäuschung zu verbergen. Ruhiges, sicheres Leben hin oder her. Er war jemand, der unterwegs sein musste, sonst ging er ein. Gut, die Jahre machten ihn überdurchschnittlich Faul und er wusste auch nicht mehr ob er die Fitness von früher überhaupt noch besaß. Und dennoch war tief in seinen Körper noch dieser eine leuchtende Funke, den er niemals losbekommen konnte. Als er Gyle zum ersten mal seit langem wieder sah, leuchtete dieser Funke heller. Nach der enttäuschung versuchte er diesen Funken wieder zu löschen. Und doch brannte er plötzlich wieder auf. So hell wie ein Leuchtfeuer brannte er im inneren, als er zufällig einen Funkspruch hörte:

...alfa alfa zulu alfa zulu zulu alfa alfa alfa kilo zulu sierra echo alfa...

Es war ein Sonntag. Man konnte fast sagen das Sonntags ein allgemeiner Ruhetag in Second Chance war. An diesen Tag wurden nur die wichtigsten Arbeiten ausgeführt. Der Rest hatte frei und konnte machen was er wollte, vorausgesetzt, er verließ diese unterirdische Wohnsiedlung nicht. Freizeitangebote wurden dennoch erstellt, jedoch war selten etwas für den Stabsgefreiten dabei. Auch hier brannte zunächst der Funke der Hoffnung auf, nur um dann wieder klein zu werden wenn er wieder enttäuscht wurde.
Früher zockten sie elendig viel Karten oder Maierten. Spiele aus der alten Zeit, welche allerdings auch noch heute, schon allein wegen ihrer Einfachheit genutzt wurden um die langeweile zu bekämpfen. Und diese Spiele waren wie geschaffen dafür. Natürlich konnte man aus Spielen wie Durak oder Klick schnell ein Trinkspiel machen, um somit den Abend besoffen zu Ende zu bringen.
In Second Chance sah der Spielesonntag eher so aus wie ein Treffen zwischen vier achtzigjährigen. Stinkend langweilig, ohne jeglichen Alkohol, rumgebrülle oder Spaß. Denn Alkohol war hier verboten. Und ohne Alkohol kein Spaß und ohne Spaß kein rumgebrülle. Eine einfache Rechnung die der Stabsgefreite igrgendwann mal aufgestellt hatte.
Und doch hatte er seine Quellen gehabt: Unregelmäßig kamen Händler mit völlig Unterschiedlichen Waren an Second Chance vorbei. Sie kauften hier meist das Gengemüse und verkauften Süßigkeiten, Kleidung und hier und da auch mal Munition.
Mäg kannte einen von ihnen recht gut. Mit ihn hatte er ein persönliches Handelsabkommen. Mäg gibt den Händler vierzig Kartoffelsamen und der Händler gibt ihn zwei Flaschen Selbstgebrannten. Ein durch und durch unfaieres Angebot, denn die Kartoffelsamen mussten erst umständlich hergestellt werden. Wie das funktionierte interessierte Mäg nicht. Er war auf den Selbstgebrannten aus, welcher in relativ kurzer Zeit und mit einfachen Mitteln hergestellt werden konnte, jedoch durchaus den Geschmack von Whiskey besaß.
Wenn sich der Stabsgefreite einen Abend Zeit nahm, konnte er eine Flasche locker leeren. Der Selbstgebrannte machte ihn nichts mehr aus, er war ihn gewohnt. Eine Flasche machte ihn nicht besoffen und er konnte noch normal über die Gänge gehen. Das war durchaus von Vorteil, denn hier würde ein torkelnder auffallen wie Pisse im Schnee.
Jedenfalls unternahm Mäg, immer hoffend die Langweile samit zu beseitigen, einen Spaziergang durch die Wohnanlage und kam am Funkraum vorbei.

...alfa alfa zulu alfa zulu zulu alfa alfa alfa kilo zulu sierra echo alfa...

Im Funkraum saß niemand -wie so oft. Warum auch? Wichtige Funksprüche wurden vorher angekündigt und andere Funksprüche wurden dann eben gekonnt missachtet.
Mäg macht die halb offene Tür aus und späht, seinen Oberkörper nach vorne gebeugt, in den Raum. Wie zu erwarten war niemand in diesen. Also tritt er mit den einen, danach mit den anderen Bein in den Raum und lauscht den Funkspruch.
Schnell hört er das dieser sich ständig wiederholt. Ein etwa vier Sekunden kurzer Spruch, welcher sich dann auch noch ständig wiederholt. Eindeutig ist dies ein Hilferuf. Und dann auch noch verschleiert in den alten NATO-Alphabet. Im WIderstand wurde man gezwungen dieses und die daraus folgenden Verschleierten Funksprüche aller Art zu lernen. In wichtigen Situationen, oder wenn der "Feind" nicht mithören sollte wurde dann eben dieses Verschleierungsverfahren angewendet.
Und doch musste Mäg sich anstrengen um die einzelnen Buchstaben, sowie dessen Zusammenhänge zu entschlüsseln. Doch recht schnell wird ihm klar das es sogar genau der Code ist, welchen man früher auch im Widerstand benutzt hatte. Gut, es konnte natürlich auch Zufall sein, denn es gab und gibt überall auf der Welt Ansiedlungen. Dann war es durchaus möglich das eben jener Funker beziehungsweiße jener Hilfesuchender nach dem selben Prinzip ausgebildet wurde. Doch Mäg konnte den Gedanken nicht loslassen. Sofort musste er an den Widerstand denken, sofort leuchtete diese Flamme in seinen Inneren auf.
"Ich will hier raus!" sagt er so laut, dass man es durchaus gehört hätte wenn man nur in der Nähe des Funkraums gewesen sein war.
Mäg schmiedete sich sofort in seinen Kopf einen Plan. Er will hier weg, egal was kommt. Er muss einfach wieder raus, schauen wie es den alten Bunker 522 heute geht. Nur einmal hinfahren und dann überlegen ob man es doch sein lassen will.
"Es bringt nichts hier rumzuhängen! Das regt mich auf!"
Seine Worte klingen hohl, fast so wie ein Sprachbehinderter. Die Sätze ewürden für einen Außenstehenden überhaupt keinen Sinn ergeben.
Mäg will aufstehen, doch dann holt ihn plötzlich der Grund ein, warum er überhaupt erst hier rein gekommen war. Er lauscht wieder den Funkspruch, schnappt sich ein Bleistift und reißt sich ein Stück Papier aus den Block rechts neben ihn ab.
Schnell schreibt er den kurzes Funkspruch mit
alfa alfa zulu alfa zulu zulu alfa alfa alfa kilo zulu sierra echo alfa
Bei jeden Wort nickt er eifrig, so als ob er sich selbst bestätigen wollte das er es verstanden hatte.
Als der Funkspruch endet und er in der ewigen Dauerschleife erneut beginnt, lehnt sich Mäg nach hinten und schaut auf das unsauber abgerissene Papier mit den grau geschrieben Wörtern darauf.
Fünf Minuten später kann er sich schon die ersten Worte herleiten und so langsam kommt die Ausbildung, welche er vor gut acht Jahren im Widerstand absolviert hatte, wieder hervor. Er ist fast stolz auf sich selbst, das es etwas gibt, was er im laufe der Jahre und der Alkoholexesse nicht vergessen hatte. weitere Zehn Minuten später dann der Rest.

"Verbündeter in Not! Höchste Prirität!"
Mäg nickt schnell mit dem Kopf. Nun muss er nur noch wissen von wo der Funkspruch kam. Da Second Chance ebenfalls über eine gute Militärtechnologie verfügte, diese nur niemals nutzte, konnte Mäg das Peilprogramm nutzen. Eine Vorkriegstechnologie. Veraltet, aber dennoch gut und Stabil.
Im Grunde war die beherschung dieses Programmes recht einfach. Hier ein paar Regler einstellen, da etwas in den Monitor eingeben und zum Schluss auf die richtige Frequenz drehen.
Gebannt schaut er auf den Monitor.
Koordinaten 720 324 sagt er leise zu sich. Einige Zahlen schwenkten zwar im einer und eine im zweierbereich hin und her, doch für Mäg war diese Position eindeutig: Der Widerstand 522!
Die Flamme in seinen Inneren leuchtete so hell wie noch nie.


Deutschland wird von Löwen verteidigt...Und von Lämmern regiert... Life is a Bitch


ES IST VERDAMMT HART, DER BESTE ZU SEIN!